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In diesem ausführlichen Artikel erfahren Sie alles wissenswerte über Namhafte Unternehmen der Industrie aus Dresden
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Namhafte Unternehmen der Industrie Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt Dresden hat mehr als eine halbe Million Einwohner und ist das Zentrum der produktivsten Industrieregion in Ostdeutschland. Hier haben sich international bekannte Großunternehmen und Hidden Champions mit langer und spannender Geschichte angesiedelt. Die fünf wichtigsten und interessantesten stellen wir Ihnen heute vor.

1. Infineon

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Infineon ist die international bekannteste Unternehmensgruppe, die in Dresden Wurzeln geschlagen hat. Der größte Halbleiterhersteller Deutschlands gehört auch international zu den Top 10. Das Unternehmen entstand 1999 in München, als die Siemens AG ihr Halbleitergeschäft ausgliederte und an die Börse brachte. Die Gruppe beschäftigt weltweit etwa 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 11 Milliarden Euro. Dazu trägt auch die Dresdener Tochter bei, die einen der größten und modernsten Standorte für Fertigung, Technologie- und Produktentwicklung innerhalb des Konzerns betreibt.

Firmenhistorie

Der Fertigungsstandort wurde 1994 gegründet und beständig weiterentwickelt. Heute arbeiten hier etwa 2.700 Beschäftigte, was Infineon zu einem der führenden Arbeitgeber der Industrie Dresden macht. Wichtigstes Produkt sind hochwertige und sehr komplexe Chips auf Basis von 200/300-mm-Siliziumscheiben, die sogenannten Wafer. Diese werden insbesondere für die innovative Automobilelektronik sowie für Multimarket-Anwendungen und Sicherheitskarten benötigt.

Das Werk ist hochmodern und wurde 2016 von der Fachzeitschrift „Produktion“ und der Unternehmensberatung A.T. Kearney zur „Fabrik des Jahres“ gekürt. Den Preis erhielt der Standort für seine umfassende Digitalisierung der Produktionsprozesse. In der smarten Fabrik werden die Wafer vollautomatisch transportiert, ein großer Teil der Arbeiten wird durch Roboter erledigt. Das Werk gilt weltweit als Musterbeispiel für die Industrie 4.0. Darüber hinaus werden am Standort Dresden über 50 Innovations- und Technologieentwicklungsprojekte vorangetrieben.

2. Elbe Flugzeugwerke (EFW)

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Die Elbe Flugzeugwerke GmbH ist ein Dresdner Traditionsunternehmen, dessen Anfänge bis auf die „Luftkriegsschule Klotzsche“ aus dem Jahr 1935 zurückreichen. Die Unternehmung von heute hat mit ihrer Vorgängerin aber nicht mehr viel gemein. Die Gesellschaft ist mittlerweile eine Tochter der Airbus Group. Airbus ist Europas größter Luft- und Raumfahrtkonzern und der zweitgrößte Rüstungskonzern. Im Dresdener Werk der EFW werden Airbus-Passagierflugzeuge in Fracht- und Tankflugzeuge umgebaut. EFW beliefert die Muttergesellschaft zudem mit Faserverbundplatten für Flugzeuginnenverkleidungen und übernimmt die Wartung der Maschinen.

Das Werk im Wandel

Die EFW GmbH, die das Flugzeugwerk heute betreibt, wurde 1990 gegründet und erwirtschaftet mit etwa 1.400 Beschäftigten einen Jahresumsatz von 300 Millionen Euro. Zu DDR-Zeiten war der Standort deutlich größer. Ab 1955 waren in Dresden-Klotzsche bis zu 25.000 Menschen beschäftigt. Im Auftrag der Sowjetunion wurde das russische Verkehrsflugzeug Iljuschin Il-14P in Serie gefertigt. Die zweimotorige Maschine bot bis zu 26 Fluggästen und vier Crew-Mitgliedern Platz. Bis Ende 1958 wurden 80 Maschinen dieses Typs hergestellt. Aufgrund technischer Probleme musste der Flugzeugbau in Klotzsche aber bereits ab 1961 wieder eingestellt werden. Stattdessen entwickelte sich ein Rüstungszentrum und ein weiteres Highlight der Industrie Dresden.

Ab 1976 nutze die DDR-Führung die am Standort gebündelte Expertise im Bereich der Luftfahrt, um hier, unter strengster Geheimhaltung, einen aerodynamischen Spezial-Bob zu bauen. Der Superschlitten brachte der DDR-Mannschaft 13 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften und den Olympischen Spielen ein.

3. Von Ardenne GmbH

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Die von Ardenne GmbH ist ein weiteres Dresdener Traditionsunternehmen mit aufregender Vergangenheit. Manfred von Ardenne, auf dessen Erfindungen der Erfolg des Unternehmens gründet, gilt als eines der letzten Universalgenies, dessen Name insbesondere im Ostblock in einem Atemzug mit Alber Einstein genannt wurde.

Fernsehen statt Studium

Dabei hatte der 1907 geborene Spross einer Hamburger Adelsfamilie erst die Schule und später auch das Universitätsstudium abgebrochen. Der Mangel an formaler Bildung hielt den jungen Baron aber nicht davon ab, sich intensiv und sehr erfolgreich mit der Radio- und Fernsehtechnik auseinanderzusetzen. Mit 21 Jahren gründete er ein Forschungslabor in Lichtenberg, wo ihm 1930 die weltweit erste Fernsehübertragung mit einer Bildröhre gelang. In den folgenden Jahrzehnten sollten sich über 600 Erfindungen und Patente anschließen. Er war auch einer der ersten, der das militärische Potential der Kernspaltung erkannte.

Neue Orientierung nach der Wende

Die Wende bedeutete das Ende des von Ardenne aufgebauten und geleiteten Forschungsinstituts in Dresden. Eine Ausgründung, die heutige von Ardenne GmbH, mauserte sich aber schnell zu einem erfolgreichen Maschinenbauunternehmen. Die Firma fertigt Anlagen für die industrielle Vakuumbeschichtung und gilt als Weltmarktführer für großflächige Architekturglasbeschichtung und Dünnschicht-Photovoltaik. Das Unternehmen beschäftigt etwa 680 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von 200 Millionen Euro. Die Anteile an der Gesellschaft befinden sich auch heute noch zu 100 Prozent im Besitz der Familie von Ardenne.

4. Sachsenwerk

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Die Geschichte des heute sehr erfolgreichen Sachsenwerks begann mit einem Konkurs. 1886 gründete Oskar Ludwig Kummer eine Fabrik für elektrische Geräte und Maschinen im Dresdner Stadtteil Niedersedlitz. Oskar war der Sohn des bekannten Dresdner Malers Carl Robert Kummer, aber selbst nicht künstlerisch begabt, sondern als Marine-Ingenieur tätig.

Insolvenz

Seine Firma, die er nach dem Austritt aus dem Militärdienst aufbaute, stellte Kraftwerksausrüstungen, Bauelemente für die öffentliche Straßenbeleuchtung und Straßenbahnen her. 1903 musste der Unternehmer Insolvenz anmelden. Da die Gläubiger das Werk aber dennoch für vielversprechend hielten, wurde die Auffanggesellschaft „Sachsenwerk, Licht- und Kraft-AG“ gegründet. Diese baute vorwiegend Schaltgeräte für die elektrische Beleuchtung, Transformatoren, Generatoren und große Industrie-Motoren.

Wachstum nach der Wende

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Sachsenwerk zum Stammwerk des VEB Kombinat Elektromaschinenbau. Dessen Zweck bestand zuvörderst darin, Mittel- und Großmaschinen für die ostdeutsche Industrie herzustellen. Der Betrieb entwickelte sich schnell zum größten Elektromaschinenwerk der DDR. Großmaschinen für die Industrie bilden neben Schiffs- und Fahrmotoren sowie Windkraftgeneratoren auch heute noch das Kerngeschäft des Sachsenwerks, das die Wende gut überstanden hat und nunmehr zum VEM-Verbund gehört. Am Standort Dresden arbeiten etwa 600 Beschäftigte, die mit der Fertigung von Einzelstücken einen Jahresumsatz von 117 Millionen Euro erzielen.

5. DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH

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Damit sich die Industrie Dresden zu einer der führenden in Ostdeutschland entwickeln konnte, brauchte es vor allem eins: Energie – und hier kommt die DREWAG ins Spiel. Die DREWAG übernahm nach ihrer Gründung im Jahr 1930 die Versorgung der Dresdner Bürgerinnen und Bürger sowie der örtlichen Gewerbebetriebe mit Wasser, Strom und Gas.

Von privat zum Staat

Das anfänglich private Unternehmen wurde während der DDR-Zeit verstaatlicht und ist mittlerweile mehrheitlich in kommunaler Hand. Die EnergieVerbund Dresden GmbH hält 90 Prozent der Anteile, die übrigen 10 Prozent gehören der Thüga Holding mit Sitz in München. Die Stadtwerke Dresden erzeugen einen beachtlichen Teil der Energie, die sie liefern, selbst. Dafür betreiben sie ein Wasserkraftwerk, drei große Photovoltaikanlagen, vier Windkraftanlagen und sieben Heizkraftwerke. Die Trinkwasserversorgung wird durch vier Wasserwerke sichergestellt. Viele dieser Anlagen sind künstlerisch gestaltet. Das Graffiti-Projekt, das bisher mehr als 150 Werke hervorgebracht hat, lockt junge Künstlerinnen und Künstler in die alte Stadt. Die DREWAG beschäftigt 1.400 Mitarbeiter und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von mehr als 1,1 Milliarden Euro.

Erfolgreiche Industrieunternehmen brauchen aber nicht nur Wasser und Energie, sondern auch ein professionelles Lagermanagement. Speziell angefertigte Langgutlager ermöglichen eine sichere, übersichtliche und effiziente Aufbewahrung des Produktionsmaterials und der fertigen Produkte. Auch diese intelligenten Lagersysteme werden in der Region Dresden hergestellt.

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