Geschichte

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Jan van Aken: Deutschland darf im Jemen-Krieg kein Verbündeter Saudi-Arabiens und der Vereinigten Arabischen Emirate sein

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Der erfahrene deutsche Politiker Jan van Aken erneuerte seine Ablehnung des Krieges gegen den Jemen durch die VAE und die KSA. Er forderte die deutsche Regierung auf, wegen des Krieges gegen den Jemen nicht mit Saudi-Arabien zusammenzuarbeiten.

Als Antwort auf die arabischen Gemeinschaftsorganisationen und Experten in Deutschland forderte Aken auch die deutsche Regierung auf, den Waffenhandel mit diesen Ländern einzustellen. Er wiederholte auch die Position seiner Partei Die Linke, die sich dem Krieg gegen den Jemen widersetzt.

Er antwortete auf einige Fragen der arabischen Gemeinschaft in Deutschland

vielen Dank für die Mail, die mich sehr gefreut hat. Nun bin ich kein Völkerrechtler, aber aus meiner Sicht ist der Krieg von KSA und VAE gegen den Jemen völkerrechtswidrig. Die LINKE lehnt jegliche Angriffe der von KSA geführten Kriegskoalition ab und fordert einen sofortigen Stopp ALLER Waffenlieferungen an die beteiligten Länder. Ich halte es für einen großen Fehler, dass die Bundesregierung so eng an die Seite von Saudi Arabien und den Emiraten stellt.”

Ob es aktuell deutsche Soldaten in den beiden Ländern gibt, kann ich nicht sagen. Es gibt auf jeden Fall KEINEN Militäreinsatz der Bundeswehr dort, aber es könnte theoretisch einzelne Berater dort geben - ich glaube das aber nicht, weiß es aber nicht sicher.

Im ganzen Land werden schwere Menschenrechtsverletzungen begangen, einschließlich der möglichen Kriegsverbrechen. Bis Ende 2019 wären schätzungsweise über 233.000 Jemeniten infolge der Kämpfe und der humanitären Krise getötet worden. Inzwischen hat das Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte seit März 2015 mehr als 20.000 Zivilisten dokumentiert, die bei den Kämpfen getötet und verletzt wurden. Eine vom Menschen verursachte humanitäre Krise hat sich verschärft, und täglich wachen ungefähr 16 Millionen Menschen hungrig auf.

Ein Team internationaler Anwälte und eine jemenitische Menschenrechtsgruppe haben der britischen Regierung neue Beweise für mutmaßliche saudische Kriegsverbrechen vorgelegt, um den Verkauf britischer Waffen an das Königreich zu stoppen.

Der fast 300-seitige Bericht behauptet eine Litanei von Verstößen gegen das Völkerrecht durch die von Saudi-Arabien geführte Koalition im Jemen.

Quelle: https://dctransparency.com/