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So funktionieren Autoklaven in der Praxis

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Haben Sie schon einmal von Autoklaven gehört? Vielleicht kommt es einem auf den ersten Blick nicht so vor, doch in der Regel ist jeder in seinem Leben schon einmal mit diesem Gerät in Berührung gekommen. Autoklaven gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen. Ob in der Medizintechnik, der Lebensmittelindustrie, der Biologie, der Luftfahrtechnik, der Glasindustrie oder in Steinfabriken, die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr divers und werden in vielen Lebensbereichen genutzt. Im Grunde genommen ist auch ein Schnellkochtopf ein Autoklav, nur in kleinem Format. Also haben Sie vielleicht sogar einen zuhause stehen. Doch wie funktioniert die Technik dahinter, wofür werden sie genutzt und wer hat den Autoklav erfunden? Wir erklären die interessantesten Details und sehen uns an wie Autoklaven in der Praxis genutzt werden.

Was versteht man unter Autoklaven?

Der Begriff Autoklav kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie selbstverschließend. Unter einem Autoklav versteht man also einen selbstverschließenden Druckbehälter, welcher sich gasfrei schließen lässt. In der Regel wird er dazu benutzt, um thermische Behandlungen von Stoffen im Überdruckbereich durchzuführen. Diese Technik wird in vielen verschiedenen Bereichen von Medizin bis Bauindustrie genutzt, um Stoffe zu sterilisieren, zu verpressen, zu vulkanisieren oder auszuhärten.

Verwendung in der Medizin

Besonders im medizinischen Fachbereich werden Autoklaven häufig zur Sterilisation genutzt, da besonders in der Medizin die Einhaltung von Sauberkeitsstandarten eine immense Rolle spielt. Dabei wird die Methode der Dampfdruck-Sterilisation angewendet. So gibt es Autoklaven in verschiedensten Größen, von klein bis zu einem Volumen von einigen hundert Litern und mehr, um diverse Gegenstände zu sterilisieren. Dazu gehören sowohl medizinische Instrumente, die für Operationen genutzt werden, Tupfer, Operationsbekleidung und Nährmedien. Somit erleichtern Autoklaven hier die Aufrechterhaltung einer sterilen Arbeitsumgebung und sind von großem Nutzen in der Medizin.

Nutzung in der Baustoffindustrie

Aber nicht nur in der Medizin hat die Nutzung von Autoklaven eine maßgebliche Bedeutung. Auch in der Baustoffindustrie sind diese unverzichtbar. Hier werden sie vor allem sogenannte Steinhärtekessel genutzt deren Aufgabe es ist beispielsweise Kalksandstein oder Porenbeton auszuhärten. Dabei handelt es sich hier um Druckbehälter, die mit einem Schnellverschluss an beiden Seiten geschlossen werden. Die Kalksandsteine werden also von einer Seite in den Steinhärtekessel gezogen, dann werden die Verschlüsse bedient und danach werden die Steine im Inneren des Kessels erhärtet.

Autoklaven in der Lebensmittelindustrie

Auch in der Lebensmittelindustrie spielen Autoklaven eine wichtige Rolle bei der Konservierung von Nahrungsmitteln oder Tierfutter. So wird hier die Sterilisationstechnik durch die Druckbehälter dafür genutzt Produkte wie Suppen, Eintöpfe oder andere vorgekochte Fertiggerichte ohne zusätzliche Kühlung länger haltbar zu machen. Es hängt von dem pH-Wert des Produktes ab bei welcher Temperatur sterilisiert und konserviert wird. So müssen mache Lebensmittel bei über hundert Grad in den Autoklav um haltbar zu werden, bei anderen reicht die sogenannte Pasteurisierung bei unter hundert Grad aus, um das Produkt zu konservieren. Hierbei muss aber zwingend auf eine luftdichte Verpackung geachtet werden, um zu vermeiden, dass sich Schimmelpilze oder auch andere Bakterien ansiedeln. Generell kann man aber wohl sagen, dass wir dem Autoklav in diesem Bereich vieles zu verdanken haben, denn dadurch ist es den Menschen möglich geworden Lebensmittel lange zu lagern.

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