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Wie Fitnessstudios in Großstädten wie Hamburg etc. mit Corona umgehen

Anzige

 

Fitnessstudios in Wuhan – dem Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs – wurden schnell in behelfsmäßige Krankenhäuser umgewandelt, da die chinesischen Behörden versuchten, mit dem Ausbruch fertig zu werden. In anderen Teilen Chinas stehen Gruppenfitnessstudios und Krafträume auf Anordnung oder freiwillig leer, da die Fitnessstudiobesucher die Ausbreitung der Krankheit fürchten.

Wie Schulen und Gotteshäuser wurden auch Fitnesseinrichtungen rund um den Globus vorübergehend geschlossen, um auf die Ausbreitung des Coronavirus zu reagieren. Dies alles war und ist immer noch, der Versuch, so viele wie mögliche Menschen vor dem tödlichen Virus zu schützen. Epidemiologen rund um die Welt sind sich einig, dass es sinnvoll ist, öffentliche Orte zu schließen. Zumindest für einen bestimmten Zeitraum. Je weniger Menschen sich in einem Raum versammeln, desto besser kann die Übertragung des Virus eingedämmt werden, scheint die generelle Meinung zu sein. Während dies durchaus vernünftige Argumente sind, steht hinter jedem Fitnessstudio ein Besitzer und zahlreiche Angestellte.

Hat das Coronavirus die Fitnessbranche für immer verändert?

Die Auswirkungen der Coronavirus-Sperre auf Unternehmen waren insgesamt nicht positiv, und doch floriert die Fitnessbranche weiter. Während bekannte Namen in die Insolvenz gehen und Einzelhändler vor einer unsicheren Zukunft warnen, hat sich die Welt des Heimtrainings diesem Trend widersetzt.

Die Fitnessbranche hat sich an das Leben in der Abriegelung angepasst und könnte diese Veränderungen durchaus dauerhaft beibehalten.

Les Mills in Deutschland

Es sieht so aus, als würde das Fitnessunternehmen Les Mills in Deutschland als auch im weiteren Europa den Ton angeben.

Der Slogan des Fitnessunternehmens Les Mills – das weltweite Trainingskurse in Freizeiteinrichtungen, sowie einen digitalen Service anbietet – lautet "Create a fitter Planet". Martin Franklin, der Europa-CEO des Unternehmens sagt, dass die Pandemie ein vieles dazu beiträgt, dies Ziel auch wirklich zu erreichen. Seit dem Ausbruch der Pandemie hat das Unternehmen eine steigende Teilnehmerzahl, da Menschen wie nie zuvor zum Sport ermutigt werden.

Er wies darauf hin, dass Nachrichten und Medien nun fast täglich daran erinnern, wie wichtig es ist, sich fit zu halten. Obwohl dieser Trend bereits vor der Pandemie zu erkennen war, verstärkte sich der Wunsch zur Fitness während des Lockdowns wie niemals zuvor.

Die digitale Fitnessplattform des Unternehmens erlebte einen 900-prozentigen Anstieg der Anmeldungen, da das Wohnzimmer für viele Menschen das Fitnessstudio wurde.

Auf die Frage, ob sich die Verlagerung zu virtuellen Work-outs anhalten wird, wenn die Beschränkungen erst einmal nachlassen, meinte Martin Franklin, das es noch zu früh wäre, abzusehen, wie groß die Veränderung im Fitnessverhalten der Kunden sein wird. Corona hatte jedoch eine Veränderung beschleunigt, die bereits im Gange war. Allerdings könnte man dem entgegenhalten, dass wie bei vielen anderen Dingen eine Hands-on Erfahrung in einem Fitnessstudio durch nichts ersetzt werden kann. Die Trainingsaktivität ist dabei nur ein Teil. Der weitaus größere Teil, warum Menschen in ein Fitnessstudio kommen, ist Unterhaltung, Engagement und soziale Interaktion. Diese Faktoren können durch das Fitnesstraining im Wohnzimmer einfach nicht ersetzt werden.

Übrigens arbeitet das Unternehmen Easyfitness ebenfalls bereits mit dem Les Milles Konzept und verbindet so Home Fitness ideal mit dem Besuch im Fitnessstudio. Diese Angebote sind beispielsweise im Fitnessstudio Hamburg, Hannover und vielen weiteren Städten bei Easyfitness verfügbar.

Andere Fitnessstudios sind jedoch in einer weniger glücklichen Situation wie das oben beschriebene Fitnessunternehmen. Vielen ist über die letzten 10 Monaten die Luft ausgegangen. Nach dem Kunden ausfielen und Gehälter nicht mehr bezahlt werden konnten, blieb unter dem Strich nicht mehr viel über. Viele Fitnessstudios mussten zusperren. Ob sich die Branche jemals wieder zu ihrer Blütezeit erheben wird, ist für viele Unternehmer fraglich. Denn, was Les Mills zu größerem Erfolg verhalf, kann für andere Unternehmen der letzte Gnadenstoß sein. Viele Kunden erkennen, dass man auch zu Hause oder im Park fit werden kann, ohne dafür zur Kasse gebeten zu werden. Was der Wohnzimmerfitness jedoch entgegensteht, ist die Disziplin und ein persönlicher Trainer, der das nötige Know-how mitbringt. Einige Trainer sind der Ansicht, dass das Wohnzimmer niemals ein Konkurrent zum Fitnesszentrum, sondern immer nur eine Ergänzung sein wird. Diese Trainer sind mit ihrem Ausblick auf die Post-Corona-Landschaft in Einklang mit Martin Franklin von Less Mills.

Gruppenfitness ist verführerisch und schwer loszulassen

Es ist viel einfacher, sich von einem anderen Menschen motivieren und anleiten zu lassen, wenn es um das Training geht. Die meisten Menschen kommen aus verschiedenen Gründen zu den Gruppenkursen, vielleicht wegen der Musik oder wegen des Schweißes. Die Mehrheit der Leute kommt jedoch wegen der Gemeinschaft zurück. Gemeinsame Erfahrung ist die beste Erfahrung. Die blühende Fitnessbranche hat genau das über ein Jahrzehnt hinweg immer wieder bewiesen.

Eine Umfrage, die von dem Fitness-Verband DIFG gemacht wurde und 1000 Fitnessmitglieder umfasste, ergab, dass jeder Fünfte das Fitnesszentrum in der Zukunft seltener oder überhaupt nicht mehr besuchen wird. Diese Prognose kann speziell für kleinere Fitnessunternehmen problematisch werden. Allerdings wurde in dieser Umfrage nicht beachtet, ob die Befragten in einer COVID-sicheren Welt wieder regelmäßig das Studio besuchen würden.

„Wir sind so proaktiv wie möglich“

Laut Research überlegen sich einige Fitnessstudios, ob sie als Ausgleich zu fehlenden Kunden Trainingsgeräte und anderes Zubehör in ihr Angebot aufnehmen sollten. Andere wiederum spezialisieren sich auf YouTube Fitnesskurse. „Mit den Fitnessgeräten kommt die Kleidung und die Trainingsbekleidung“, scheint für viele der Weg in die Zukunft in ein COVID normales Unternehmen zu sein.

Unter dem Strich sieht es jedoch weniger rosig in der Branche aus. Für 2021 und 2022 wird vorhergesagt, dass es sich allein in der Fitnessbranche um einen Schaden von mindestens 865 Millionen Euro und 217.000 Arbeitsplätze handeln wird.

Was Sie gegen das Coronavirus im Fitnessstudio tun können

Die Maßnahmen, die aufmerksame Fitnessstudiobesucher ergreifen, und die Hygienepraktiken in den meisten verantwortungsbewussten Fitnessstudios und Gruppenfitnesseinrichtungen sind wirksam, um die Übertragung des Coronavirus einzudämmen.

Die Reinigung von Fitnessgeräten oder anderen Bereichen mit hohem Berührungsgrad, wie z. B. Türen und Türklinken, wäre von Vorteil, was Fitnessstudios hoffentlich ohnehin tun würden, unabhängig von der Bedrohung durch das Coronavirus. Besonders in der Grippesaison sollten sich die Mitglieder eines Fitnessstudios die Hände gründlich mit Wasser und Seife oder mit Alkoholgel waschen, wenn Wasser und Seife nicht zur Verfügung stehen.

Vermeiden Sie außerdem, Ihr Gesicht mit ungereinigten Händen zu berühren.

Wenn Sie sich auch nur im Kleinsten krank fühlen, ist es am besten, zu Hause zu bleiben, um sich auszuruhen und zu verhindern, dass Sie andere in Ihrer Umgebung anstecken.

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