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Ortsbeirat
kritisiert Versiegelung und Kosten
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Zwar
unversiegelt und natürlich begrünt, leider jedoch
auch häufig vermüllt und verdreckt, so präsentiert
sich der Neustadtplatz Ecke Böhmische / Alaunstraße
zurzeit noch. |
In
der ersten Sitzung des Jahres 2008 ließ sich der Ortsbeirat
Neustadt am 8. Januar im Beisein von Vertretern des Stadtplanungsamtes
und des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft über
den Stand der Planung zur Neugestaltung des Neustadtplatzes an der
Ecke Böhmische Straße / Alaunstraße informieren.
Nach einer abgeschlossenen Vorplanung mit Bürgerbeteiligung
durch den Landschaftsarchitekten Lars Lange hat das Büro May
Landschaftsarchitekten darauf aufbauend eine Entwurfsplanung zur
künftigen Platzgestaltung erarbeitet.
Als
eine der letzten Baulücken in der Äußeren Neustadt
wird der Platz gegenwärtig im Zuge von Flohmarkt- und Kulturveranstaltungen
vor allem während der Bunten Republik Neustadt sowie als offener
Kommunikationstreff genutzt. Diese Platzfunktion greift der Gestaltungsentwurf
des Büros May auf. In einer geschwungenen Bogenform soll der
Platz behindertengerecht in einer Ebene mit unterschiedlichen Materialien
aus gebrauchtem Natursteinpflaster aufgepflastert werden. Der vorhandene
Baumbestand soll ergänzt erhalten und durch Sandsteinblöcke
als Pflanzbeet für Bambusarten vom übrigen Platz abgetrennt
werden, dessen Randfassung auch als Sitzmöglichkeit genutzt
werden kann. Zur Platzgestaltung sollen im Wesentlichen ein gestrecktes
mittiges Pflanzbeet mit weiteren Sitzmöglichkeiten, ein Trinkbrunnen
und die Neupflanzung eines freistehenden Vogelkirschenbaumes dienen.
Die vorhandene Litfasssäule soll im Zuge der Platzneugestaltung
versetzt werden. Im rückwärtigen Platzbereich ist eine
freistehende öffentliche Toilette vorgesehen. Nach einer statischen
Sanierung sollen an der Straßenabgewandten Mauerbegrenzung
des Platzes künstlerisch gestaltete Kacheln angebracht werden.
Offen sind derzeit unter anderem noch die Frage der künftigen
Platzbeleuchtung und die künstlerische Gestaltung der Platzbegrenzenden
Giebel, welche derzeit als großflächige Graffiti-Malerei
mit Florahlen Elementen vorgesehen ist. Die Möglichkeit zur
baulichen Errichtung eines Elektropollers zur Stromversorgung von
Veranstaltungen wird derzeit ebenso noch geprüft. Nach vorgezogenen
Baumpflegemaßnahmen im Frühjahr ist der Baubeginn zur
Platzneugestaltung für den kommenden Herbst vorgesehen. Die
Kosten der Baumaßnahme werden auf insgesamt 294.000 Euro beziffert.
Der
vorgestellte Gestaltungsentwurf stieß nur teilweise auf Akzeptanz
im Ortsbeirat. Kritisiert wurden unter anderem der vorgesehene hohe
Versiegelungsgrad und die Anordnung der Sitzflächen. Angesichts
von 10.000 Quadratmetern fehlender Spielplatzflächen im Quartier
seien die Kosten für die Aufwertung der relativ kleinen Fläche
darüber hinaus enorm hoch, gab Friedrich Boltz (Bürgerliste)
zu bedenken. Aus stadtklimatischen Gründen schlug er eine großflächige
Fassadenbegrünung anstelle der angedachten Giebelgestaltung
mit Graffitis vor.
Text+Foto: Theodor van Bernum
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