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Fragebogen
soll über Varianten entscheiden
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Der
schlechte Zustand der Fahrbahnen und Gehwege rund um den Martin-Luther-Platz
macht nach Ansicht des Stadtplanungsamtes eine Sanierung und
Neugestaltung dringend erforderlich. |
Seit
Bekanntwerden der städtischen Pläne zur Umgestaltung des
Martin-Luther-Platzes im letzten Jahr regt sich unter den Anwohnern
heftiger Unmut. Die geplante Reduzierung der Parkflächen im
Zuge der Verkehrsberuhigungs- maßnahme geht vielen betroffenen
Autofahrern rund um die Martin-Luther-Kirche schlichtweg zu weit.
In der Ortsbeiratssitzung Neustadt am 11. März informierte
Stadtplanungsamtschef Andreas Wurff gemeinsam mit Dirk Ohm vom Ingenieurbüro
für Verkehrsanlagen und -systeme den Ortsbeirat und anwesende
Bürger über den gegenwärtigen Stand der umstrittenen
Planung.
Ausgehend
von der derzeit unbefriedigenden Platzgestaltung insbesondere mit
desolaten Fahrbahndecken, mangelhafter Fußweggestaltung und
teilweise ungeordneten Parkraumverhältnissen hat das Stadtplanungsamt
vier unterschiedliche Varianten zur verkehrlichen und städtebaulichen
Neuordnung des Martin-Luther-Platzes entwickelt. Ziel ist dabei
vorwiegend die Aufwertung des Platzes als innerstädtisches
Wohnquartier. Grundlage für die Ausgestaltung der Varianten
war unter anderem die Bürgerwerkstatt zur Fortschreibung des
Sanierungskonzeptes für die Äußere Neustadt. Dabei
sollen in erster Linie die Verkehrsflächen neu geordnet und
gestaltet werden. Die Grünflächen sowie der Kirchvorplatz
unterliegen aus Denkmalschutzgründen einem weitgehenden Bestandsschutz.
In der unterschiedlichen Anordnung des ruhenden Verkehrs unterscheiden
sich die vier Planungsvarianten erheblich. Je nach Anordnung der
Parkflächen zur Platzneugestaltung ergibt sich eine unterschiedlich
hohe Reduktion des Parkraumes. Vom Stadtplanungsamt wird gegenwärtig
die Variante bevorzugt, bei der sich die derzeit vorhandenen etwa
245 Stellflächen auf 100 reduzieren.
Aufgrund
der teilweise scharfen Proteste gegen die städtischen Planungsabsichten
zur Neugestaltung des Martin-Luther-Platzes hat sich das Stadtplanungsamt
zwischenzeitlich zu einer diesbezüglichen Bürgerbefragung
entschlossen. Entsprechende Fragebögen mit den bisher erarbeiteten
Planungsvarianten sollen den betroffenen Anwohnern rund um den innerstädtischen
Platz Anfang April zugestellt werden. Für 2009 rechnet das
Stadtplanungsamt derzeit mit dem Ende der darauf basierenden Bürgerbeteiligung.
Bis 2010 soll dann anschließend die bauliche Umsetzung erfolgen.
Die Kosten für die Umgestaltung des Martin-Luther-Platzes werden
derzeit einschließlich der Städtebaufördermittel
auf 700.000 Euro veranschlagt. Weitere 650.000 Euro sollen für
Straßenbaumaßnahmen in den angrenzenden Bereichen aufgewendet
werden.
Nach
der Sachstandsinformation durch das Stadtplanungsamt übte Dr.
Ralph Wichtendahl als betroffener Neustadtbürger in der Ortsbeiratssitzung
fundamentale Kritik an dem Verfahren der erneuten Bürgerbefragung.
Wichtendahl bezweifelte, dass die in der Befragung zur Auswahl stehenden
vier Varianten überhaupt das planerische Optimum zur beabsichtigten
Neugestaltung des Innenstadtplatzes enthalten würden. Er schlug
daher die Untersuchung weiterer Planungsvarianten und -alternativen
zur Neugestaltung des Martin-Luther-Platzes vor.
Text+Foto: Theodor van Bernum
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