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Feinstaubgrenzwerte
sind durch Umweltzone Neustadt nicht einhaltbar
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Die
Meßstation am Neustädter Bahnhof liefert die Daten
über die aktuelle Schadstoffbelastung in der Dresdner Neustadt.
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Ausführlich
wurde der Ortsbeirat Neustadt am 6. Februar durch Herrn Dr.
Mohaupt von der Hauptabteilung Mobilität des Stadtplanungsamtes
über den Entwurf des Luftreinhalte- und Aktionsplanes des Regierungspräsidiums
Dresden für die sächsische Landeshauptstadt informiert.
Dr. Mohaupt verwies zunächst darauf, dass dieser Planwerkentwurf
auf der Übernahme und die Umsetzung von EU-Recht in Bundesrecht
fußt, welches bei Grenzwertüberschreitung der Schadstoffgruppen
Feinstaub, Kohlendioxid und Stickoxide die Aufstellungs eines Luftreinhalteplanes
vorschreibt. Daher hatte das Regierungspäsidium Dresden das
Sächsische Landesamt für Umwelt und Geologie (LfUG) mit
der Erarbeitung eines Luftreinhalteplanes beauftragt, da die ab
2010 europaweit verbindlich vorgeschriebenen Schadstoffgrenzwerte
in Dresden überschritten werden. Die Landeshauptstadt Dresden
selbst ist in diesem Aufstellungsverfahren somit lediglich einer
der Träger öffentlicher Belange.
Basierend
auf der Übernahme eines Vortrages von Frau Dr. Hausmann vom
LfUG präsentierte Herr Dr. Mohaupt dann die Kernpunkte des
Luftreinhalte- und Aktionsplanes für Dresden. So stellte er
fest, dass bei der Schadstoffgruppe Feinstaub für das Dresdner
Stadtgebiet mehr als 50 Prozent des Aufkommens aus Ferneinträgen
stammt, welche vor allem witterungs- und bebauungsbedingt beeinflusst
werden. Trotz aller im Planwerk vorgeschlagenen Maßnahmen
einschließlich der Umweltzone für die Äußere
Neustadt, wozu vor allem ein stadtweites LKW-Führungskonzept
und ein entsprechender Vorrang für den innerstädtischen
öffentlichen Personennahverkehr zählen, lassen sich jedoch
die Feinstaubgrenzwerte vor allem in den derzeit bereits stark belasteten
Stadtteilen nicht einhalten. Daher stellte Herr Dr. Mohaupt bezüglich
des Maßnahmenkataloges des Luftreinhalte- und Aktionsplanes
weiteren Diskussionsbedarf fest. Nachzudenken sei beispielsweise
über die Ausweitung der Umweltzone auf den 26er Ring und ein
Tempolimit von 100 Stundenkilometern auf den Autobahnen im Dresdner
Stadtgebiet. Letzteres würde eine Reduktion der auf diesen
Autobahnabschnitten emittierten Stickoxide um immerhin 30 Prozent
ermöglichen. Ähnlich sahen es auch die Vertreter des Ortsbeirates
Neustadt. Wie auch der Umweltausschuss des Dresdner Stadtrates sahen
die Ortsbeiräte in der alleinigen Ausweisung der Äußeren
Neustadt zur Umweltzone eine unzureichende Maßnahme zur Erreichung
der für 2010 verbindlichen Schadstoffgrenzwerte für Feinstaub
und Stickoxide.
Ausdrücklich
begrüßt wurde hingegen die Absicht der Stadtverwaltung
ein Ökologisches Netz Dresden zur Sicherung der
Kalt- und Frischluftzufuhr sowie zur umfassenden Durchgrünung
des Dresdner Stadtgebietes einzurichten. Die Stadtverwaltung wurde
vom Ortsbeirat Neustadt aufgefordert dieses Konzept zu entwickeln
und öffentlich vorzustellen. Insgesamt kritisierten die Ortsbeiräte
die bisher nach ihrer Auffassung völlig unzureichende Information
der Dresdner Bürger und Bürgerinnen und forderten den
Oberbürgermeister dazu auf öffentliche Informationsveranstaltungen
zum Luftreinhalte- und Aktionsplan für die Landeshauptstadt
Dresden durchzuführen.
Text: Theodor van Bernum
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