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Den
Bewohnern wurden einige Privilegien zugestanden, sie bekamen größere Grundstücke
und behielten ihre Altendresdner Bürgerrechte (weshalb sich auch der Name
"Stadt Neudorf" einbürgerte). Städtisches Leben wollte sich allerdings
nicht entwickeln; 200 Jahre später war Neudorf zu einer Landgemeinde geworden;
die städtischen Rechte gingen verloren.
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Erst
nach dem Bau der Leipzig-Dresdner Eisenbahn wandelte sich der Charakter
von Neudorf zu einer Industrievorstadt. Auf Neudorfer Flur entstanden
Fabriken, so die Steingutfabrik Villeroy & Boch und die Drogen-Appretur-Anstalt
von Franz Ludwig Gehe. 1866 erfolgte die Eingemeindung zu Dresden.
Spätestens mit Hochlegung der Eisenbahn gegen Ende des 19.
Jahrhunderts wurde die Moritzburger Straße unterbrochen, der zum
St.-Pauli-Friedhof führende nördliche Teil heißt heute Weinböhlaer
Straße. Dafür entstand der architektonisch interessante Moritzburger
Platz im Dreieck Bürgerstraße, Moritzburger Straße und Bahndamm.
Hier befand sich seit 1744 das erste Schulhaus von Neudorf, das
1882 durch einen Neubau an Stelle der heutigen Schule (südlich des
Moritzburger Platzes) ersetzt wurde.
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Das alte Neudorf,
1898. Im Hintergrund die alte Schule. |
Text:
J. Dudczak
Quellen:
Trachauer Bürgerzeitung Nr. 42 (Sept. 1996),
M. Schatz
(Straßenbahnmuseum Trachenberger Straße),
Herr Grundmann, Herr Schoßig
(Wasser- u. Schifffahrtsamt)
Fotos:
Archiv DNO,
K. Brendler,
SLUB
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Weites Land: Der ehemalige Ausschiffungsplatz am südlichen Ende
der Moritzburger Straße dient nur noch gelegentlich dem Güterumschlag |
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