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Warmes
Essen auf der Kamenzer
Manche
kommen täglich. Dann bekommen sie für einen Euro zweimal
die Woche Eintopf, an den anderen Tagen gibt es Fleischgerichte.
In der Suppenküche auf der Kamenzer Straße werden jeden
Tag 40 Essen ausgeteilt. Sie wird von EIBI betrieben, dem Europäischen
Institut für Berufsbildung und Integration, das sich seit 1994
vor allem für die Reintegration von Arbeitslosen und Sozialhilfeempfängern
engagiert ("Arbeit statt Sozialhilfe"). Neben der Kamenzer
Straße gibt es noch eine Suppenküche in der ehemaligen
Tankstelle am Neustädter Bahnhof und eine am Trachenberger
Platz, sowie eine mobile in Reick. Insgesamt werden täglich
etwa 150 Essen gekocht. Die Zutaten dafür liefert die Dresdner
Tafel, ein Verein, der für Bedürftige Lebensmittelspenden
im Einzelhandel und der Gastronomie sammelt. Gekocht wir in einer
eigenen Küche im ehemaligen Robotron-Gelände.
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Anlaufpunkt
für Bedürftige - die Suppenküche auf der Kamenzer
Straße |
Die
Suppenküche auf der Kamenzer Straße gibt es seit etwa
fünf Jahren. Aufgebaut wurde sie von der Volksolidarität,
deren Logo noch auf dem Schild im Fenster zu sehen ist. Gedacht
ist sie für Obdachlose, Sozialhilfeempfänger, Inhaber
des Dresden-Passes. Es wird aber niemand abgewiesen, der glaubhaft
machen kann, dass er bedürftig ist, sagt Jürgen Reinhardt,
der bei EIBI als Projektleiter für die vier Essenausgaben zuständig
ist. Anders als am Neustädter Bahnhof gibt es hier auch samstags
warmes Essen. Ein Großteil der Leute, die mittags kommen,
ist Stammpublikum. Inzwischen kennt man sich und bleibt nach dem
Essen noch auf eine Tasse Kaffee zusammen sitzen.
Freitags
geht es auf der Kamenzer besonders lebhaft zu. Vor der Suppenküche
bildet sich eine längere Schlange. Einmal in der Woche werden
hier für einen Euro Beutel mit Nahrungsmitteln ausgeteilt,
die die Dresdner Tafel in Lebensmitteldiscountern abgeholt hat.
Diese sind inzwischen sehr beliebt, so dass es mittlerweile jede
Woche 150 bis 200 Stück sind. Während man andernorts das
Problem Obdachlosigkeit und Mittellosigkeit gern verschweigt oder
verharmlost, wird hier Bedürftigen konkrete Hilfe angeboten.
Text
und Foto: Falk Hensel
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