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"Auch
ein gelungenes Firmenfest ist ein kulturelles Ereignis"
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Isolde
Matkey
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Isolde
Matkey ist vielen als langjährige Dramaturgin der Semperoper
oder Theaterrezensentin der SAX bekannt. Kulturinteressiert war
sie schon immer: Musik und Theaterwissenschaft hat sie studiert,
die Oper bezeichnet sie als ihre "erste Passion". Vor
rund sieben Jahren hat Isolde sich ihren ganz persönlichen
Tristan geschaffen und machte sich mit der tristan production GbR
selbständig. "Obwohl wir ein reines Frauenteam waren,
haben wir den Männernamen gewählt, weil in der Eventbranche
meist Männer arbeiten", erzählt die 46jährige
augenzwinkernd. Das, was Isolde Matkey als nunmehr alleinige Inhaberin
von tristan production tut, ist das, was sie nach eigener Aussage
am besten kann: Veranstaltungen planen und betreuen.
Natürlich
hätte sie auch als festangestellte oder freischaffende Dramaturgin
nebenbei Events organisieren können. "Ich habe die Agentur
gegründet, um Kontinuität für meine Partner und Auftraggeber
herzustellen", erklärt Isolde Matkey. Gemeinsam mit freien
Mitarbeitern und Künstlern wie Tänzern, Musikern, Choreografen
oder Ausstattern kümmert sie sich einerseits um "kommerzielle"
Projekte wie Firmenfeste: "Manchmal muß ich nur einen
Raum oder eine Band beschaffen, oft konzipiere ich aber auch die
ganze Veranstaltung, vom Kulturprogramm bis hin zu Blumen und Buffet,
einschließlich Werbung und Öffentlichkeitsarbeit."
Andererseits produziert sie künstlerische Veranstaltungen wie
das Festival TANZherbst oder Benefizkonzerte. Dabei trennt sie nicht
streng zwischen "Kommerz" auf der einen und Kultur und
Kunst auf der anderen Seite. Beides ergänzt sich, findet die
kommunikative Frau mit den lebhaften blauen Augen: Auch ein perfektes
Autohaus- oder Bankenjubiläum kann Kultur sein.
Zeit
für das SAX-Theaterressort hat Isolde Matkey neben tristan
production immer noch. Das Theater fasziniert sie wegen seiner "Komplexität",
ist ihr Beruf und Hobby zugleich. Dabei mag die Expertin experimentelle
wie konventionelle Inszenierungen, grundsätzlich geht ihr Geschmack
aber eher zum Zeitgenössischen: "Uraufführungen finde
ich besonders spannend." Was sagt so jemand zur Dresdner Kulturpolitik?
"Trotz der knappen Mittel sollte Dresden seine freien Künstler
mehr fördern, denn gerade im Sommer lebt das Kulturleben der
Stadt auch von deren Angeboten." Ansonsten gehöre sie
aber nicht zu den Fatalisten, die ständig jammerten, alles
gehe den Bach herunter. Einmal im Jahr möchte die Mutter eines
fast erwachsenen Sohnes dennoch abtauchen - und zwar im wahrsten
Sinne des Wortes: "Tauchen ist mein anderes Hobby. Dabei kann
ich auch mal ganz weit weg von Dresden sein."
Text + Foto: Beate Diederichs
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