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Brunnen
im Abseits
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Das
dominierende gestalterische Element an der Nordseite des Albertplatzes
ist der Artesische Brunnen mit dem 1906 von Hans Erlwein geschaffenen
Pavillon. Demzufolge stand auch er im Mittelpunkt der am 20.
Februar öffentlich vorgestellten Planungen.
Vom Architekturbüro Kretzschmar wurde ein Entwurf erarbeitet,
der sich in seinen wesentlichen Gestaltungselementen eng an
der vom gleichen Büro betreuten Neugestaltung der Hauptstraße
anlehnt. Dies betrifft vor allem die Auswahl der Pflasterbeläge,
Leuchten und des Mobilars.
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Der Brunnenpavillon soll in ein besseres Licht gerückt
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Schon
1989 wurde der Platz im Zuge der Neubebauung neu gestaltet, der
Pavillon restauriert und der Brunnenbereich neu eingefaßt.
Aus Kostengründen verzichtete man damals auf umlaufende Treppenanlagen
am Brunnen und legte stattdessen teilweise Grünflächen
an. Dies soll nun korrigiert werden. Außerdem erhalten der
Pavillon und die umgebenden sechs Pyramideneichen zusätzlich
eine nächtliche Beleuchtung.
Zwischen Brunnen und Alaunstraße werden die jetzt vorhandenen
drei Reihen von Eschenbäumen zur besseren Wahrnehmung des Brunnens
gelichtet und und auf zwei Reihen beschränkt.
Unter den Bäumen ist die Aufstellung von Sitzbänken vorgesehen,
die hier schon einmal standen. Vor wenigen Jahren waren sie entfernt
worden, als sie zum bevorzugten Treffpunkt der Punks in der Neustadt
wurden. Viele der Anwohner sind gegen die neuen Bänke, weil
sie dann wieder ähnliche Zustände befürchten.
Doch was ist ein Platz ohne Aufenthaltsgelegenheiten? Sitzen kann
man natürlich auch vor dem Cafe Kästner oder dem Döner-Imbiß
nebenan. Das geht allerdings nicht ohne irgendwelchen Verzehr von
Speisen oder Getränken und nicht übers ganze Jahr. Und
ohne Bänke bleibt auch der Artesische Brunnen trotz aller Gestaltungsbemühungen
ziemlich im Abseits.
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