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Chance
verpaßt
In
einer öffentlichen Sitzung am 19. Februar hat sich der Stadtratsausschuss
für Stadtentwicklung, Bau und Verkehr für eine Neugestaltung
der Alaunstraße zwischen Albertplatz und Louisenstraße
ausgesprochen. Bereits am 17. Februar hatten der Bürgermeister
für Stadtentwicklung, Herbert Feßenmayr, und Manfred
Künzel, der Leiter des Ortsamtes Neustadt, das Konzept auf
einer Pressekonferenz vorgestellt.

Pressekonferenz
im Rathaus zur Neugestaltung der Alaunstraße, v.l. Ortsamtsleiter
Manfred Künzel, Presseamtsleiter Kai Schulz, Bürgermeister
Herbert Feßenmayr, Konrad Bräuniger vom Amt für
Stadtentwicklung (Foto: Hensel)
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Vorgesehen
ist eine Gestaltung in verschiedenen Abschnitten. Das erste Stück,
beginnend am Albertplatz, soll Verkehr in beiden Richtungen zulassen,
was mit der Zufahrt zur Tiefgarage und zum Spar-Markt begründet
wurde. In diesem Abschnitt soll es keine Parkplätze mehr geben.
An ihn schließt sich ein "Verkehrsberuhigter Geschäftsbereich"
an. Im Gegensatz zum Verkehrsberuhigten Bereich wird hier keine
Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben, sondern 20 km/h. Die Fahrbahn
soll in diesem Teil auf 4 Meter Breite reduziert und wie die gesamte
Alaunstraße asphaltiert werden. Am Rand ist ein Parkstreifen
für Kurzzeitparker vorgesehen, was nach Aussagen von Konrad
Bräuniger vom Stadtplanungsamt den Interessen der anliegenden
Händler entgegen kommen soll. Es wird keine vorgezeichneten
Stellplätze geben, die Anzahl der Parkmöglichkeiten richtet
sich nach dem Geschick der Autofahrer. Insgesamt wird die momentane
Zahl der Parkplätze etwa halbiert. Manfred Künzel, hatte
auf der Pressekonferenz darauf hingewiesen, dass der Bau eines Parkhauses
auf der Louisenstraße inzwischen beschlossen ist und auch
auf der Kamenzer Straße ein Parkhaus oder eine öffentliche
Tiefgarage entstehen soll. Zudem fange der neue Parkplatz neben
der "Scheune" 72 Pkw auf. Dieser Parkplatz ist ab dem
6. März gebührenpflichtig (von 8.00 bis 20.00 Uhr 0,50
€ pro Stunde; nachts maximal 2,00 €).
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30-20-30:
Die Autofahrer werden sich erst an die künftigen Geschwindigkeitsregelungen
gewöhnen müssen |
Das
Teilstück zwischen der Mündung der Böhmischen Straße
und der Katharinenstraße ist wiederum Zone 30, was mit der
angeblichen Notwendigkeit für die Polizeifahrzeuge begründet
wurde. Der letzte Abschnitt zwischen Kataharinenstr. und Louisenstraße
ist wie bisher für Verkehr in beiden Richtungen vorgesehen.
Die Fahrbahn soll hier 5,50 Meter breit sein, was dem "Begegnungsfall
Lkw und Pkw bei verminderter Geschwindigkeit" entspräche.
Fahrradfahrer dürfen den gesamten Bereich auch in südlicher
Richtung befahren. Deshalb werden auch in dieser Richtung Schilder
mit den unterschiedlichen Geschwindigkeitsbegrenzungen aufgestellt.
Der
parteilose Stadtrat Wolfhard Pröhl, der als Gast an der Ausschusssitzung
teilnahm, wies darauf hin, dass das vorgestellte Konzept nicht dem
eindeutigen Beschluss des Ortsbeirates Neustadt entspricht. Dieser
hatte sich für einen Verkehrsberuhigten Bereich ohne all zu
starke Reglementierung ausgesprochen. Dies war für viele schon
ein Kompromiss, da sie die Alaunstraße als reine Fußgängerzone
gestalten wollten. Bräuniger berief sich auf den Neustädter
Förderkreis und führte aus, dass dies technisch und rechtlich
nicht umzusetzen sei. Der Ausschuss stimmte der Vorlage mit fünf
Stimmen zu, lediglich die PDS-Abgeordneten Kaufmann und Kempe votierten
dagegen. Damit geht das Vorhaben in die Folgeplanung und wird wahrscheinlich
ab August ausgeschrieben.
Die
Chance, eine attraktive Fußgängerzone zu schaffen, hat
die Stadt damit verpasst. Durch den Wegfall zahlreicher Stellplätze
wird sich das Parkproblem der Alaunstraße auf die umliegenden
Straßen verteilen, da ein Gesamtkonzept für die Äußere
Neustadt fehlt. (Falk Hensel)
Lesen Sie dazu auch unsere Kolumne
Die Planungen zur Alaunstraße sind auch Thema im Neustadtforum
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